Marguerite Friedlaender: Pötte-Potten-Pots

Im Rahmen der Themenjahre zu jüdischem Leben und Kultur in Deutschland und Thüringen zeigt das Keramik-Museum Bürgel noch bis zum 05. September 2021 und nachfolgend im Rokokoschloss Dornburg Werke der bedeutenden Keramikerin Marguerite Friedlaender.
Für die bei Lyon in Frankreich geborene Kosmopolitin selbst spielte ihre jüdische Religion nie eine entscheidende Rolle und doch drückte diese ihr den für das zwanzigste Jahrhundert typischen Stempel auf.

Am Weimarer Bauhaus war sie eine der Protagonisten in der Töpferei und legte als einzige Frau die Gesellenprüfung in der Keramischen Werkstatt ab. Danach übernahm sie als erste Töpferin die Leitung einer Hochschulwerkstatt, an der Kunstschule Burg Giebichenstein/Halle.

Hier gestaltete sie in Kooperation mit der Staatlichen Porzellanmanufaktur Berlin Ikonen des Porzellandesigns in der „Halleschen Form“. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten musste sie die Kunstschule und Deutschland verlassen und baute in Putten bei Amsterdam, mit ihrem Ehemann Franz Wildenhain eine Töpferei – »Het Kruuikje« – auf.
1940 emigrierte sie aus dem nun besetztem Holland in die USA. Hier prägte sie die moderne amerikanische Keramik entscheidend mit.
(Text: Keramik-Museum Bürgel)

Marguerite Friedlaender: Pötte-Potten-Pots.
Lebensstationen einer deutsch-jüdischen Bauhäuslerin

Ausstellungsdauer:
08. Juli bis 05. September 2021

Öffnungszeiten:
März bis Oktober:
Di – So 11.00 – 17.00 Uhr

Keramik-Museum Bürgel
Am Kirchplatz 2
07616 Bürgel
Tel 0366 9237 333
post@keramik-museum-buergel.de
www.keramik-museum-buergel.de

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