PreisträgerInnen des Danner-Preis 2026

Eine der bedeutendsten Auszeichnungen im Bereich angewandter Kunst – der Danner-Preis – wird neu vergeben. Knapp 300 KunsthandwerkerInnen aus ganz Bayern beteiligten sich an dem landesweiten Wettbewerb, eine hochkarätig besetzte Fachjury zeichnete fünf PreisträgerInnen für ihre herausragenden Leistungen aus.

Ute Kathrin Beck (geb. 1967), Skulptur „Orakel I“, 2025, schamottiertes Steinzeug, Lüster, frei aufgebaut, appliziert, gebrannt, glasiert, L 30 cm, B 28 cm, H 123 cm
©Foto: Danner-Stiftung/Eva Jünger

Besonders überzeugen konnte dieses Jahr die skulpturale, über einen Meter hohe Keramikarbeit „Orakel I“ von Ute Kathrin Beck. Für dieses geheimnisvolle Objekt, dessen Oberfläche mit einer metallisch glänzenden Lüsterglasur überzogen ist, erhält die Künstlerin den Danner-Preis in Höhe von 20.000 Euro.

Markus Marschmann (geb. 1992), Multimediale Installation „Apparat 987“, 2025, Studioglas, Laborglas, Stahl, Aluminium, Flüssigkeit, mundgeblasen, geformt, gebogen, 3D-gedruckt, H 250 cm, D 200 cm
©Foto: Markus Marschmann

Die vier mit jeweils 5.000 Euro dotierten Ehrenpreise gehen an Markus Marschmann für seine multimediale Arbeit „Apparat 987“, an Florian Clemens Meier für seine Installation „Die Bausteine unserer Existenz“ sowie an die Broschenserie „Still“ von Sabine Steinhäusler und Ayaka Terajimas fast lebensgroßes Keramikobjekt „I looked up and she looked at me“.

Florian Clemens Meier (geb. 1991), Installation „Die Bausteine unserer Existenz“, 2026, Gabbro, Blattgold und Silber, Stahl, Aluminium, Titan, Bronze, Zinn, Holz, gesägt, gebohrt, geschliffen, gegossen, geklebt, L 135 cm, B 100 cm, H 38 cm
©Foto: Alex Jeskulke

Mit dem Preis und dem alle drei Jahre stattfindenden Wettbewerb fördert die Danner-Stiftung neue gestalterische Ideen und Entwicklungen im Kunsthandwerk.

Sabine Steinhäusler (geb. 1961),Broschen „Still“, 2026, Feinsilber, Edelstahl, montiert, auseinandergezogen, L 9–12,5 cm, B 3,5–5,5 cm, H 1,5 cm
©Foto: Danner-Stiftung/Eva Jünger

Für die begleitende Ausstellung hat die Jury zusätzlich zu den Arbeiten der PreisträgerInnen Werke von 46 weiteren WettbewerbsteilnehmerInnen ausgewählt. Damit ermöglicht die von Isolde Bazlen gestaltete Schau sowohl etablierten als auch jungen Talenten einen öffentlichen Auftritt. Ihre handwerklich und künstlerisch qualitätsvollen Werke geben spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen des zeitgenössischen Kunsthandwerks in Bayern und spiegeln die Auseinandersetzung mit zeitlichen Strömungen in der angewandten Kunst.

Ayaka Terajima (geb. 1987), Keramikobjekt „I looked up and she looked at me“, 2025, Keramik, gebaut, abgeformt von Kunststoffverpackungen, gebrannt, L 110cm, B 50cm, H 142cm
©Foto: Danner-Stiftung/Eva Jünger

Ausstellungsdauer:
13.11.2026 – 04.04.2027

Zum 15-jährigen Jubiläum des Wettbewerbs wird die Ausstellung erstmals im Neuen Museum Nürnberg präsentiert – einem Haus, in dem der Dialog zwischen Kunst und Design im Mittelpunkt steht. Zu entdecken ist eine Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen aus den Gewerken Flechtwerk, Holz, Glas, Keramik, Metall, Mixed Media, Papier, Textil, Schmuck und Stein.

Öffnungszeiten:
Di bis So 10.00 – 18.00 Uhr
Do 10.00 – 20.00 Uhr

Ausstellungsort:
Neues Museum Nürnberg
Klarissenplatz
Luitpoldstraße 5
90402 Nürnberg
Tel 0911 2402069
www.nmn.de

Donnerstag, 12. November 2026
Preisverleihung im Schauspielhaus des Staatstheaters Nürnberg:
90443 Nürnberg
Richard-Wagner-Platz 2-10

Ab 17 Uhr: Empfang im Foyer
Ab 18.30 Uhr: Festakt mit Ansprachen von Dr. Markus Eder, Geschäftsführender Vorsitzender der Danner-Stiftung, und Dr. Simone Schimpf, Direktorin des Neuen Museum Nürnberg
Im Anschluss: Preisverleihung mit Laudationes durch die Jurorinnen und Juroren

Ausstellungseröffnung im Neuen Museum Nürnberg
19.00 Uhr, Klarissenplatz

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