FEUER & FORM – Keramik der Moderne

Das Kunstmuseum Moritzburg präsentiert noch bis zum 23. Februar 2027 in einer Kabinettausstellung in den Historischen Zimmern des Talamtes der Moritzburg Keramikarbeiten der Moderne.

Experimentelle Glasuren, nuanciertes Farbspiel und strenge reduzierte Formen prägen die Keramik der Moderne. Die künstlerische Studiokeramik der 1920er bis 1960er Jahre in Deutschland entsteht in dem facettenreichen Spannungsfeld zwischen Handwerklichkeit, Materialität, Virtuosität, klarer Schlichtheit und reduzierter Leichtigkeit, aber auch massiger Strenge und tönerner Schwere.

Die moderne Hinwendung zum reinen Material und zur schlichten Form führt KünstlerInnen im frühen 20. Jahrhundert zurück zu den grundlegenden Techniken des Keramikhandwerks. Während sich Auguste Papendieck und Gustav Otto „Gusso“ Reuss von den kräftigen Glasuren und den schlichten Formen ostasiatischer Keramik inspirieren lassen, sind der ehemalige Bauhäusler Otto Lindig in Dornburg und sein späterer Mitarbeiter Johannes Leßmann in Dornburg weiter auf der Suche nach der Klarheit der Form.
Das private Studio, in dem Kleinserien und Einzelstücke entstehen, wird vor allem während des Nationalsozialismus zum Rückzugsort für Solitäre wie Jan Bontjes van Beek und Richard Bampi. Bemerkenswert bleibt dabei die Kontinuität von Formensprache, Fragestellungen und technischen Experimentieren, die sich die KünstlerInnen von der Weimarer Republik über den Nationalsozialismus bis ins frühe Nachkriegsdeutschland bewahren konnten.

(Text: Kunstmuseum Moritzburg)

FEUER & FORM – Keramik der Moderne

Ausstellungsdauer:
03.04.2026 — 23.02.2027

Öffnungszeiten:
Mo bis Do 09.00 – 12.00 Uhr und 14.00 – 15.30 Uhr
Fr 09.00 – 12.00 Uhr

Kunstmuseum Moritzburg
Friedemann-Bach-Platz 5
06108 Halle (Saale)
Tel 0345 21259-0
kunstmuseum-moritzburg@kulturstiftung-st.de
www.kunstmuseum-moritzburg.de

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