Westerwälder Steinzeug für den niederländischen Markt

Das Keramikmuseum Westerwald zeigt die Ausstellung „Westerwälder Steinzeug für den niederländischen Markt“.

Die Ausstellung widmet sich den „Hollandgängern“. Es soll daran erinnert werden, dass die Ursprünge europäischen Handels und die Vermarktung deutscher Produkte für einen expandierenden globalen Markt schon viel älter sind als das, was wir heute damit in Verbindung bringen.

Das Steinzeug des Kannenbäckerlandes war bereits seit dem 17. Jahrhundert marktführend für den Export. Zunächst vor allem für den gehobenen Kundenkreis bis hin zum englischen Hof, widmet sich die Ausstellung vor allem dem Geschirr für den Haushalt.

Die wachsende Lebensmittelindustrie in den Niederlanden sorgte für Lohn und Brot im Westerwald, als das Steinzeug als Verpackung konkurrenzlos war.

Dass man mit der Umsetzung der niederländischen Sprache so seine Probleme hatte, können Sie sich schmunzelnd gewiss werden. Was vielen von Ihnen nicht bewusst sein dürfte ist, dass sehr viele Westerwälder ihr Glück in den Niederlanden suchten. So mancher Hausierer wurde im 19. Jahrhundert zum Großhandelsunternehmer, Witwen übernahmen erfolgreich Firmen und binationale Ehen verbanden beide Länder dauerhaft.

Es ist auch eine wirtschafts- und sozialgeschichtliche Reise ins 19./20. Jahrhundert.

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitband mit einem Vorwort des Bundesministers für Wirtschaft und Energie Peter Altmaier. Förderung bekam das Museum vom Museumsverband Rheinland-Pfalz, der Stiftung Smeele Van der Meulen und der Niederländischen Diplomatischen Vertretungen in Deutschland.

Ausstellungsdauer:
26.09.2020 bis 04.05.2021

Öffnungszeiten:
Di bis So 10.00-17.00 Uhr

Keramikmuseum Westerwald
Deutsche Sammlung für Historische und Zeitgenössische Keramik
Lindenstraße 13
56203 Höhr-Grenzhausen
Tel 02624 946010
kontakt@keramikmuseum.de
www.keramikmuseum.de

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