Im Rahmen des Halleschen Foto-Sommer 2026 präsentiert die Zeitkunstgalerie im StadtCenter ROLLTREPPE in Halle/ Saale Arbeiten von Konstanze Göbel und Martin Möhwald.

Konstanze Göbel absolvierte von 1967 bis 1969 eine Lehre als Fotografin mit den Schwerpunkten Porträt-, Industrie- und Werbefotografie. Von 1970 bis 1975 studierte sie bei Heinz Föppel und u. a. auch bei dem Gastdozenten Arno Fischer an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig Angewandte Fotografie. Seit dem Studienabschluss arbeitet Konstanze Göbel als freischaffende Fotografin. Ihr erster Wohnort war Mücheln, wo sie anfangs notgedrungen vor allem für gebrauchsgrafische Zwecke wie Plakate und Kataloge fotografierte. Für solche Arbeiten erhielt sie sieben Preise. Von 1979 bis 1982 war sie im VEB Chemische Werke Buna tätig. Sie zog dann nach Halle/Saale, wo sie Kontakt zu der dortigen Kunst-Szene und günstigere Arbeitsbedingungen bekam. Damit konnte sie sich endlich der Landschafts- und Porträtfotografie zuwenden.
Ihr fotografisches Werk ist geprägt von einprägsamen Porträts, detaillierten Sachaufnahmen und Bildern von Halle, Leipzig und Umgebung. Sie schuf u. a. 1984 eine Serie „Fotografien vom Land“ und von 1987 bis 1989 nach einem Auftrag des Rates des Bezirks Halle die Fotoserie „Halle im Umbruch“, die „das Bild einer Stadt voller innerer Widersprüche, porträtiert in klaren, oft betroffen wirkenden Bildern“, zeigt.
Wichtig für ihr Werk ist auch eine Serie von Fotografien aus der Werkstatt der Keramiker Gertraud und Martin Möhwald. Konstanze Göbel war von 1977 bis 1990 Mitglied des Verbandes Bildender Künstler der DDR. Studienreisen führten sie u. a. in das sowjetische Mittelasien (u. a. Samarkand und Chiwa), wo sie auch Aufnahmen von historischen Gebäuden machte. Konstanze Göbel lebt jetzt in Leipzig-Holzhausen.
Der Keramiker Martin Möhwald ist ein ganz Großer der zeitgenössischen Keramik.
Möhwald ist Mitglied einer künstlerisch hochbegabten Familie: Sein Vater Otto Möhwald war Maler, seine Mutter Gertraud Möhwald, wie er, Keramikerin, ein Neffe ist ein bekannter Schriftsteller. Um die Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle lebt ein Kosmos kreativer und erfolgreicher Künstlerinnen und Künstler. Möhwald, einer von ihnen, hat sein Atelier in der Burgstraße, einen Steinwurf von der Hochschule entfernt. Er ist dieser Stadt treu geblieben: vor und nach 1989, kehrte er von Symposien und Einzelausstellungen, die ihn unter anderem in die USA, nach China und Curaçao führten stets zurück und schuf seine einzigartigen Keramiken: Teekannen und Schalen, Vasen, Krüge. Er sagt: „Oft lasse ich meine Werkstatt so aussehen, als ob ich verreist bin. Ich will ja arbeiten.“
Was zeichnet seine Arbeiten aus? Möhwald macht Kunst, die alltagstauglich und schön für Sonn- und Feiertage ist. Seine Arbeiten sind zugleich auch Gebrauchsobjekte. Das mag auch daran liegen, dass er von 1970 bis 1972 seine Ausbildung zum Scheibentöpfer in den von Hedwig Bollhagen geleiteten HB-Werkstätten für Keramik in Marwitz absolvierte. Er schöpft allerdings keine Massenware, kein Stück gleicht dem anderen.
KONSTANZE GÖBEL – FOTOGRAFIE
MARTIN MÖHWALD – KERAMIK
Die Ausstellung wird eröffnet am Samstag, den 25. Juli 2026 um 17.00 Uhr. Es spricht Helmut Brade.
Ausstellungsdauer:
25. Juli – 02. September 2026
Öffnungszeiten der Galerie im StadtCenter ROLLTREPPE
Mi und Do 14.00 – 19.00 Uhr
Veranstaltungsort:
Galerie im StadtCenter ROLLTREPPE
Zeitkunstgalerie
Große Ulrichstraße 59
06108 Halle/ Saale
Tel 0172 7920747
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