Museum in der Majolika


Ahaweg 6 | 76131 Karlsruhe
Telefon: (0049) 0721 926-6514
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Öffnungszeiten

Di bis Do 11.00 – 17.00 Uhr und
Fr bis So/Feiertage 11.00 – 18.00 Uhr

Die Ausstellung im Majolika-Museum, idyllisch im Hardtwald unweit des Karlsruher Schlosses gelegen, vermittelt mit rund 2.000 keramischen Objekten einen Querschnitt durch die Produktionsgeschichte der Karlsruher Majolika-Manufaktur von den Anfängen 1901 bis in die Gegenwart.

Gegründet wurde die Produktionsstätte von Großherzog Friedrich I. Nach dem Ersten Weltkrieg erfolgten eine Verstaatlichung und die Umbenennung in die „Staatliche Majolika-Manufaktur“. Trotz der wirtschaftlichen und politischen Widrigkeiten konnte sich diese Kunststätte als einzige deutsche Institution dieser Art bis zum März 2024 behaupten.

Zeit ihres Bestehens hat die Manufaktur auf alle kunsthistorischen Strömungen und historischen Ereignisse reagiert. Dies spiegelt sich in den ausgestellten Majoliken wider: Beginnend mit Historismus und Jugendstil, über den Expressionismus, Konstruktivismus, Art Déco, Bauhaus, Neue Sachlichkeit und Heimatstil, bis zu den Gegenwartsströmungen. Dabei werden Serienprodukte neben Unikaten ausgestellt. Ebenso sind Brunnen und Baukeramik zu sehen, die zu dem hochangesehenen Produktionsschwerpunkt der Manufaktur gehören.

In der Schausammlung wurde großer Wert auf die Kultur- und Alltagsgeschichte gelegt. Deswegen fehlen die Arbeiten aus der NS-Zeit nicht, ebenso die sogenannten Anbietekultur-Keramiken der 1950er-Jahre. Inszenierungen wie der originalgetreue Nachbau eines Kaufhaus-Schaufensters der 1930er-Jahre oder einer Nische der Frankfurter Messe um 1960 veranschaulichen den jeweiligen Zeitgeist.

(Text: Museum in der Majolika)