Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen waren schon im Mittelalter die Töpferzentren Köln, Brühl, Frechen und Siegburg sehr bekannt. Das aufwendig verzierte Rheinische Steinzeug wurde zuerst in Köln produziert und konnte dort gut an Adel oder Kirche verkauft werden. Mit der Zeit siedelten sich die Töpferfamilien auch in Frechen und Siegburg an. Auch dort gab es den hellen Steinzeugton, den man hoch brennen konnte. Die Gefäße wurden mit so genannten Medaillons verziert und mit blauer Smalte bemalt. Im Salzbrand bekam die Töpferware einen feinen Glanz und die blaue Farbe kam wunderbar zur Geltung.

Typisch für Frechen waren die „Bartmannkrüge“, die man heute im KERAMION – einer Stiftung moderner und historischer Keramiken – bewundern kann. Zeitgenössisch arbeitende KeramikerInnen können an Wettbewerben wie dem Frechener Keramikpreis teilnehmen. Das Hetjensmuseum in Düsseldorf ist weltweit das einzige Institut, das die universelle Keramikgeschichte von ihren Anfängen bis in die Gegenwart sammelt und in Ausstellungen präsentiert.