Über 40 Jahre lebte und arbeitete der international renommierte Keramiker Horst Kerstan (1941-2005) in der Nachfolge von Richard Bampi in dessen Haus in Kandern. Er zählt zu den wichtigsten deutschen Studiokeramikern nach 1945. Seine Gefäße und Skulpturen verbinden die Strenge fernöstlicher Tradition mit eigenständiger Formensprache und experimenteller Glasurführung.

Auf der Tradition ihrer Vorgänger aufbauend, hat Beatrix Sturm-Kerstan (1957-2023) in den 18 Jahren nach dem Tod ihres Mannes der Werkstatt mit ihren Arbeiten ein neues Profil gegeben. Seit ihrem Tod ist die Keramikwerkstatt verweist.
Sohn Julius ordnet den Nachlass und bereitet den Weg für Neues an diesem historischen Ort.

Anlässlich des Tags der offenen Töpferei am 14. und 15. März 2026 präsentiert er einen umfangreichen Bestand an Keramiken seines Vaters Horst Kerstan und bietet ihn zum Verkauf an. Erhalten sind große und kleine Arbeiten aus allen Schaffensperioden: Frühe Gefäße mit Lauf- oder Kristallglasuren, Schalen und Vasen mit chinesischen Glasuren wie Seladon, Tenmoku, Ochsenblut bis hin zu Königsblau und Kaisergelb sowie einige von seinen einzigartigen Raku-Arbeiten für die Teezeremonie.
Ein besonderes Augenmerk sei auf seine Keramik aus dem Anagama gelenkt – dem 1977 selbst gebauten und ständig weiterentwickelten Holzfeuerofen nach japanischem Vorbild, seinerzeit eine Sensation.
Aber auch eine Vielzahl seiner Plastiken und Tuschen stehen zum Verkauf.

Tag der offenen Töpferei
14. und 15. März 2026
jeweils 10.00 – 18.00 Uhr
Bampi/ Kerstan-Haus
Böscherzenweg 3
79400 Kandern
