42. Kölner Keramikermarkt der Keramikerinnung Nordrhein

Am 15. und 16. August 2026 wird der Pastor-Könn-Platz in der Kölner Innenstadt erneut zum Treffpunkt für zeitgenössische Keramikkunst. Auf Einladung der Keramikerinnung Nordrhein präsentieren beim 42. Kölner Keramikmarkt an der Basilika St. Aposteln mehr als 50 professionelle Keramikerinnen und Keramiker aus dem In- und Ausland ihre handgefertigten Unikate – von filigranem Porzellan bis hin zu ausdrucksstarken Plastiken. Ein Töpferzelt lädt zu kleinen Workshops mit der Kölner Keramikerin Hannah Huber ein.
Unter freiem Himmel erwartet die Besucherinnen und Besucher ein breites Angebot an handgefertigten Objekten, in kleiner Auflage und als kunstvolle Einzelstücke. Hauchfeines Porzellan steht neben robustem Steinzeug, funktionale Gefäße neben freien künstlerischen Arbeiten.
Zu den Ausstellern zählen auch preisgekrönte: Die Rösratherin Uta K. Becker wurde im vergangenen Jahr erneut mit dem Staatspreis NRW ausgezeichnet. Sabine Puschmann-Diegel gewann 2025 den Kölner-Keramik-Preis.

Gemeinsam ist den Künstlerinnen und Künstlern die intensive und komplexe Auseinandersetzung mit dem Material Ton: als natürlicher Rohstoff, als künstlerisches Medium und als verbindendes Element zwischen Tradition und zeitgenössischem Ausdruck.
Ateliers wie Mud and Fire Ceramics, Eva Lotte Lisander, Uta Blindow, Simonov Keramik, Fuchsbau Keramik, kyokoceramics, Fabienne Fauvel oder Isabella Bilstein stehen exemplarisch für die große Bandbreite der aktuellen Keramikszene. Ihre Arbeiten reichen von funktionaler Gebrauchskeramik über minimalistische Designobjekte bis hin zu freien, oft figürlichen Skulpturen.

Während einige Positionen die klare Form und reduzierte Ästhetik von Porzellan und Steinzeug betonen, setzen andere wie Alexander Barabanov auch auf experimentelle Oberflächen. Bei ihm koexistieren glatte, halbtransparente Glasuren mit rauem, freiliegendem Ton. Risse, Fließspuren, Brüche und Einschlüsse betrachtet der Keramiker als Zeugnisse von Bewegung, Abkühlung, Spannung und Zeit.
Wieder andere machen besondere Glasuren zu ihrem Markenzeichen. So versieht beispielsweise Newcomerin Dora Varga ihre moderne Gebrauchskeramik mit haptischen tropfenden Glasuren in leuchtenden Farben.

Die große Dichte an individuellen Arbeiten und der direkte Austausch mit den Produzenten machen den besonderen Reiz des Marktes aus: Besucherinnen und Besucher erhalten Einblicke in Dreh-, Aufbau- und Brenntechniken, Töpfermaterialien und Arbeitsweisen und erleben hautnah die Leidenschaft, mit der die Keramikerinnen und Keramiker ihre Werke schaffen. So wird die Kölner City am zweiten Augustwochenende erneut zu einem lebendigen Forum für Keramikkunst – geprägt von Vielfalt, Kreativität und handwerklicher Perfektion.

Bewerbungsschluss für interessierte KeramikerInnen ist der 24.01.2026.

Einen Flyer zum Markt finden Sie hier:
https://keramiker-innung-nordrhein.de/koelner-keramikmarkt/

Fotos von links nach rechts:
Dora Varga, Becher und Tasse Sunset Shore, Steinzeug gedreht mit Tropfglasur, ©Foto: Dora Varga
Frank Schillo, Zwillingsvase, frei aufgebaut, schwarzer schmamottierter Ton, ©Foto: Peter & Pablo
Isabella Bilstein, Machaset, handgedreht, Steinzeug, ©Foto: Isabella Bilstein
Peipei Guo, Teeservice, Teekanne frei gedreht, Tassen aufgebaut, ©Foto: Peipei Guo
Sabine Puschmann-Diegel, Fräulein Schmitz und ihre Freundinnen, keramische Plastik, ©Foto: Sabine Puschmann-Diegel
Stephan Aisslinger, Brottopf Feuerwerk, Steinzeug mit Engoben bemalt, Eichendeckel, ©Foto: Stephan Aisslinger

 


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