Museum für Angewandte Kunst Köln
An der Rechtschule 7 | 50667 Köln
Telefon: (0049) 0221 2212 3860
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Öffnungszeiten
Di bis So 10.00 – 18.00 Uhr
Das MAKK (Museum für Angewandte Kunst Köln) ist aus dem 1888 gegründeten Kunstgewerbemuseum hervorgegangen.
Den Grundstock der Sammlungen bildeten die im Gründungsjahr übertragenen kunstgewerblichen Bestände aus dem Wallraf-Richartz-Museum. Auf diesem als Universalmuseum angelegten Bestand hat sich bis heute ein Mehrspartenhaus mit 13 übergeordneten Sammlungsschwerpunkten entwickelt.
Die übergeordneten Sammlungsschwerpunkte des MAKK sind: Textilien und Mode, Möbelkunst, Schmuck, Porzellan, Keramik, Glas, Metallkunst, Kunstwerke aus Bein und Elfenbein, Malerei, Bildhauerei, Design, Grafik und Plakat, Buchkunst.
Der Schwerpunkt der Porzellansammlung des MAKK liegt auf Meissener Porzellan mit herausragenden und überaus raren Stücken, die durch Erzeugnisse vorrangig deutscher Manufakturen auf höchstem Niveau ergänzt wird.
Von ganz besonderer Bedeutung ist die vielfältige figürliche Plastik, die wie die meisten anderen Gerätschaften für die raffinierte und luxuriöse Tafel geschaffen wurde – im Zeitalter des Rokokos galt es, das Auge der zu Tisch geladenen Gäste zu erfreuen und überdies zu geistreicher Konversation anzuregen. Die Sammlung umfasst hierbei Geschirre und Plastiken in herausragender Qualität ausgehend vom 18. Jahrhundert bis in unsere Zeit hinein.
Zu den umfänglichsten und bedeutendsten Sammlungsbereichen des MAKK gehört die Keramik.
Vom frühen Mittelalter bis in die heutige Zeit beherbergt die Sammlung sowohl skulpturale Einzelstücke als auch seriell hergestellte Massenware: Steinzeugkrüge, Becher oder Schalen aus dem Mittelalter und insbesondere der Renaissance zeugen von einer zunehmend raffinierten und luxuriösen Tafelkultur.
Herausragend ist die Sammlung an Gefäßen und Fliesen aus dem Orient sowie der italienischen Majolika der Renaissance, deren farbenprächtige Bemalung bevorzugt Geschichten aus der antiken Mythologie schildert.
Im 17. Jahrhundert gewinnt die holländische Fayence zunehmend an Bedeutung, deren Dekore vom ostasiatischen Porzellan, aber auch von der heimischen Flora und Fauna beeinflusst sind.
Im 18. Jahrhundert entstehen vielerorts in Europa Fayencemanufakturen, deren zerbrechliche Erzeugnisse noch heute im MAKK aufbewahrt werden.
Das 19. Jahrhundert besticht im Empire durch klare, der Antike entlehnte Formen; das Biedermeier verewigt bekannte Bauwerke auf den Wandungen von Kannen und Tassen, während der Historismus im Überschwang die historische Stilvielfalt feiert.
Einen weiteren Schwerpunkt bilden Kunstkeramiken des Jugendstils sowie der europäischen Nachkriegszeit.
(Textquelle: Museum für Angewandte Kunst Köln)
