
Mit den Künstlerinnen Johanna Schweizer, Wietske van Leeuwen und Freeba Omidi-Sabet präsentiert Galerie Brutto Gusto unter dem Titel CLAY II eine Auswahl an Keramikarbeiten.

Freeba Omidi-Sabet (1970) ist eine afghanische Keramikkünstlerin, die ihre Leidenschaft für die Kunst in Deutschland entdeckte – dem Land, das seit ihrem dreizehnten Lebensjahr ihre zweite Heimat ist.
Während ihres Modestudiums entwickelte sie als Autodidaktin ihre keramischen Fähigkeiten. Dabei wandte Freeba die Techniken des Drapierens und der Konstruktion, die sie während ihres Studiums erlernt hatte, auf ihre skulpturalen Arbeiten an. Dieser selbst gewählte Weg ermöglichte es ihr, eine unverwechselbare künstlerische Sprache zu finden, die sich durch eine tiefe Verbindung zu den Materialien und grenzenlose Kreativität auszeichnet. Durch ihre Vorliebe für orientalische, minimalistische Formen entwickelte Freeba eine besondere Leidenschaft für das Entwerfen von „Moon Jar“-Vasen.

Die Keramiken von Johanna Schweizer (1946) gehören nicht zur funktionalen Strömung. Ihre Schachteln, Vasen und Tassen weisen jedoch erkennbare Ähnlichkeiten mit Gefäßformen auf, und obwohl sie den Eindruck erwecken, funktional zu sein, tendieren ihre Objekte eher zur keramischen Skulptur.
Ihre Arbeit basiert auf persönlichen Vorstellungen von Tradition, Ästhetik und dem Handwerk der Keramik, verstärkt durch eine instinktive Affinität zum Ton. Dies, kombiniert mit ihren Inspirationsquellen in der Formensprache und den dekorativen Traditionen antiker und nicht-westlicher Kulturen, hat dazu beigetragen, dass Schweizers Werk in einem ständigen Wandel begriffen ist und eine einzigartige Ausdruckskraft sowie einen kohärenten Dialog zwischen Form und Oberflächenbehandlung besitzt.

Wietske van Leeuwen (1965) schafft seit vielen Jahren dreidimensionale Keramikcollagen – sogenannte Assemblagen. Mit formlosem Ton kann sie nichts anfangen. Zunächst muss sie daraus Objekte und Früchte formen, bevor sie mit ihrer Arbeit beginnt. Sie verwendet unter anderem Rote-Bete-Stiele, Muscheln, Zitronen und Paprika sowie aufgerolltes Seil und die Stiele von Unkräutern wie dem Bärenklau.
Die Objekte, die aus diesen Kombinationen und Stapeln in Reihen entstehen, sind ausnahmslos Schalen und Gefäße mit Deckel. Das macht sie zu einer klassischen Keramikerin mit einem ganz eigenen Stil. Kritiker vergleichen ihre Arbeiten meist mit Patisserie. In Wirklichkeit handelt es sich jedoch eher um Dekorationsobjekte, Tischdekorationen, die als Gesprächsstoff dienen.
(Text: Brutto Gusto)
Ausstellungsdauer:
10. September – 31. Oktober 2026
Öffnungszeiten:
Mo bis Sa 10.00 – 18.00 Uhr
BRUTTO GUSTO BERLIN
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