Zsuzsa Füzesi Heierli DLA

Portrait von Zsuzsa Füzesi Heierli DLA in 4058 Basel





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Werkstatt-Philosophie

Die Dominanz des Virtuell-Immateriellen in der Kunst stellt jegliche traditionelle Formen von manuell schöpferischer Tätigkeit in Frage.

Es bleibt als einzige Hoffnung, dass die Welle der Immaterialisierung das Gefühl mangelnder Erdverbundenheit des Daseins nach einer Zeit verstärken wird. Die taktilen Informationen des Tons und das physikalische Zusammenwirken mit dem Feuer fördern eine versteckte, in jedem Menschen latent vorhandene archaische Beziehung zu den Naturelementen ans Tageslicht. Es ist mir eine selbst auferlegte Pflicht, die Erdverbundenheit des Daseins mit meiner Arbeit im heutigen Umfeld zu stärken.

In diesem Sinne definiere ich eine für mich akzeptable Alternative. Mein Thema ist die Erforschung der Materie, die über die ästhetischen, auf der Oberfläche der Kultur erscheinenden Diskussionen über Stofflichkeit hinausgeht.

Beim Aufbau meiner Gegenstände behalte ich die Grundeigenschaft der Fraktale, die Selbstähnlichkeit, vor Augen, die gleichzeitig auch eine Symmetrie der Größenbereiche ist. Ich denke, mit der Fraktalmethode kann ich versuchen, das Innere des Stoffes zum Äußeren zu verwandeln.

Ton ist ein dynamischer Stoff; seine gebundene Wasserstruktur mit den Lamellen hält ihn ständig in Bewegung. Diese Struktur bewegt sich und positioniert sich auch während der Trocknung und während des Brennvorgangs. Der Schlüssel der nonlinearen Dynamik ist die Fraktalstruktur. Es liegt auf der Hand, die beiden miteinander zu verbinden.

Die Kristallstruktur und der Wassergehalt des Tons beeinflussen die Formen, die der Ton annehmen kann; hieraus folgt, dass der Ton die Formen der „lebenden Welt“ bevorzugt.

Ich denke, das „Gedächtnis“ des Tons ist so beschaffen, dass es den Ton in Formationen zurückführt, die dem ursprünglichen Zustand der Kristallstruktur nahe stehen. Auf diese Weise kommt er, wenn auch auf einer anderen Ebene, in die Ausgangsposition zurück, in einen von Falten geprägten Zustand, den er bei seiner Entstehung erlebt hat.

Die Struktur der Tonkörner ist die zu replizierende Einheit; die Fähigkeit des Tons, sich zu erinnern, ist eine Art formaler Wegweiser, der die formalen Möglichkeiten angibt, die überlebens- und entwicklungsfähig sind.

Die Selbstähnlichkeit besitzt universale Wirkungskraft. Sie ist die Anschauungsweise des ganzheitlichen Sehens. Deren wissenschaftliche Erkenntnis führt auf paradoxe Weise zu einer naiven Auffassung der Selbstähnlichkeit zurück, wie sie etwa primitiven Kulturen eigen war. Das harmonische Gleichgewicht von Ordnung und Unordnung bewirkt im Menschen das Gefühl der Schönheit, wie sie sich in Naturobjekten verkörpert. Ihre Gestalt ist eine in Formen erstarrte Dynamik, eine spezielle Mischung aus Ordnung und Unordnung.

Es gibt in der Natur unsichtbare Formen – versteckte Formationen der Bewegungsstrukturen. Diese möchte ich für mich entdecken.

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