Schloß Lustheim
Zweigmuseum des Bayerischen Nationalmuseums

Portrait von Schloß Lustheim in 85764  Oberschleißheim




Kontakt


85764 Oberschleißheim
Tel.: 089 31587242
E-Mail Website

Öffnungszeiten

April-Sept. Di - So 9.00-18.00 Uhr
Okt.-März Di -So 10.00-16.00 Uhr

Beschreibung Schloß und Sammlung

Unmittelbar nach seinem berühmten Sieg über die Türken vor Wien ließ sich Kurfürst Max Emanuel von Bayern (1662 – 1726) ab 1684 von seinem Hofarchitekten Henrico Zuccalli vor den Toren Münchens Schloss Lustheim errichten.
Anlass für dieses erste größere Bauprojekt des „Blauen Kurfürsten“ war seine bevorstehende Vermählung mit der Kaisertochter Maria Antonia, die am 15. Juni 1685 in Wien geschlossen wurde.
Das Schloss wurde als Blickpunkt und Abschluss einer großen Parkanlage geplant. Diese erstreckt sich noch heute von dem im frühen 17. Jahrhundert erbauten „Alten Schloss“ Schleißheim im Westen über das „Neue Schloss“ (Baubeginn 1701) bis östlich nach Lustheim.

Das im Stil italienischer Villen gebaute Schloss Lustheim mit einem zentralen Festsaal sowie seitlich angrenzenden Appartements für den Kurfürsten und die Kurfürstin diente als Jagd-, Fest-, Garten- und Lustbau.
Die aus der Erbauungszeit stammende Ausmalung durch Francesco Rosa, Antonio Bernardi, Giovanni Andrea Trubillio und Johann Anton Gumpp, die als erster bedeutender profaner Freskenzyklus des Barock in Deutschland gilt, ist gemäß der Funktion des Schlosses der Jagdgöttin Diana gewidmet.
Die ursprünglich in weitem Halbkreis um Schloss Lustheim errichteten Zirkelbauten, die eine Orangerie, einen Saal für das damals beliebte Pass-Spiel sowie Galerien und Räume für den kurfürstlichen Hofstaat aufnahmen, wurden um die Mitte des 18. Jahrhunderts abgebrochen. Erhalten blieben die beiden seitlichen Pavillons (Marstall und Renatuskapelle) und der um 1700 angelegte ringförmige Kanal, der das Schloss als Zentrum einer Insel erscheinen lässt. Auf dieser Bühne sollte sich die Selbstdarstellung der höfischen Gesellschaft entfalten.

Im Jahr 1971 erhielt das Schloß eine neue Bestimmung als erstes Zweigmuseum des Bayerischen Nationalmuseums. Es nahm die von dem Industriellen Prof. Dr. Dr. Ernst Schneider (1900-1977) gestiftete weltberühmte Sammlung früher Meißener Porzellane auf, deren Umfang und Bedeutung allein mit den Beständen der Porzellansammlung im Dresdener Zwinger vergleichbar ist.

Die Präsentation der über 2000 erlesenen Porzellane im Ambiente des kurfürstlichen Lustschlosses stellt ein barockes Ensemble von besonderem Reiz dar. So wurde in Lustheim der Traum vom „Porzellan-Schloß“ Wirklichkeit, der für August den Starken, den Gründer der Meißener Manufaktur, nicht in Erfüllung ging.

Die Sammlung bietet einen umfassenden Überblick über die Produktion der Meißener Porzellanmanufaktur von ihrer Gründung im Jahr 1710 bis in die Zeit des Siebenjährigen Krieges (1756-1763). Der Bogen spannt sich dabei von Geschirren und Figuren der Böttgerzeit, über die berühmten Chinoiserien des Porzellanmalers Johann Gregorius Höroldt, die von August dem Starken besonders geschätzten „indianischen“ Dekore bis hin zu den plastischen Meisterleistungen des Modelleurs Johann Joachim Kaendler wie sie die lebendig modellierten Tierfiguren bezeugen.

Einen besonderen Höhepunkt stellen die zahlreichen Porzellane aus dem Wappenservice des Grafen Sulkowski und dem legendären Schwanenservice des Grafen Heinrich von Brühl dar, die eine Vorstellung vom Glanz barocker Festtafeln geben.

Literatur

Literatur Schloß Lustheim. Meißener Porzellan-Sammlung Stiftung Ernst Schneider. München 81991 Meißener Porzellan des 18. Jahrhunderts. Die Stiftung Ernst Schneider in Schloß Lustheim. Hrsg. von Renate Eikelmann. München 2004

Schloßanlage Schleißheim. Amtlicher Führer. Bayerische Verwaltung der Staatlichen Schlösser, Gärten und Seen. München 2005

Führungen

Jeden ersten Sonntag im Monat um 14 Uhr kostenlose Führungen durch das Schloss und die Porzellan-Sammlung durch MitarbeiterInnen des Bayerischen Nationalmuseums.

Aktuelle Themen im Dreimonatsprogramm des Bayerischen Nationalmuseums oder unter:
www.bayerisches-nationalmuseum.de

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