Anke Schulz feines porzellan
Atelier: Neumagener Str. 23 Raum 3040

Portrait von Anke Schulz feines porzellan in 10999 Berlin

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Schwerpunkt der Arbeiten

Alles sollte so einfach wie möglich sein. Aber nicht einfacher.

"Wenige Grundformen beherrschen die Arbeit: Zylinder, von schmalen, handlichen Röhren- bis zu halbmeterdurchmessenden offenen Rundformen – steil sich öffnende Schalen- und Kummenformen auf engem Stand – die standlos schaukelnden Lichtlein, die auf tiefer Wölbung sich nach scharfem Umbruch zur ausladenden Öffnung ein- und hochziehen – weitfahnige flache Tellerschalen mit geringer Innenmulde, die wie konzentrische Rahmen die bergende Frucht, so klein sie auch sein mag, kräftig aus dem Weiß hervortreten lassen.
Wenige Arten von Dekor – will man es denn so nennen – oder der Oberflächenbehandlung zieren die reduzierten Formen: Die Zylinder sind oft streng gegliedert in zwei Partien glatter und eng geriefter Wandung, manche auch von exakten dünnen Streifen intarsierten Kobalts rhythmisiert oder sparsamst frei umspielt – die Schalen und Kummen tragen paarweise angeordnet quadratische Aussparungen, manchmal nur gegenüber, manchmal in Drittelung. Doch was hier gleichartig erscheint, offenbart bei genauerem Hinsehen ein irritierend von Gefäß zu Gefäß springendes Spiel aus Differenzen. Je länger man schaut, desto mehr verschwindet im lediglich Ähnlichen das vermeintlich Gleiche.
Hier geht es nicht um Serie und Design: Keines der Gefäße ist des anderen mechanischer Zwilling, und doch beziehen sich alle aufeinander. Sie leben aus dem Unterschied. Höhen und Durchmesser oder die Verhältnisse der Gliederungen sind dabei nur das Gröbste an Verschiedenheit. Lauscht man den sachten Schwingungen der niemals starren Wandungen, gerät man schnell ins Mikrotonale der wuchernden Nuancen. Unvermittelt muß man sich entscheiden: Das ästhetische Urteil zieht diese oder jene Form einer anderen prompt vor – der unmeßbare, rätselhafte Unterschied macht es.
Gute Arbeiten, jene, bei denen alles zusammenstimmt, seien unfehlbar am schnellsten verkauft, berichtet die Minimalistin – doch lasse jene seltsame Güte aus dem Zusammenspiel geringster Abweichungen sich nicht auf eine Formel bringen. Wer wollte aber auch das absolute, endgültige Gefäß machen? Am wirkungsvollsten sind daher ihre Form- und Schwingungsverhältnisse untersuchenden Gefäße in Paaren oder kleinen Gruppen. Der schnelle Wandel ist für Anke Schulz mittlerweile ohne Reiz – ihr genügt die beharrliche Arbeit am kaum Verschiedenen, ganz in der Tradition einer Keramik, die sich eines jahrtausendealten Formkanons und zugleich des Rätsels des guten Gefäßes bewußt ist. Über den Tag hinaus gültige Gefäße sind, aller Modernität zum Trotz, denn auch ihr Ziel: Die durch die keramische Szene schwappende Porzellanwelle ficht die Monomane nicht an – sie fühlt sich keiner Mode zugehörig."

(Dr. Walter Lokau über 'Die Kultur des feinen Unterschieds. Porzellane der Keramikerin Anke Schulz' in Kunsthandwerk + Design)

Technik und Material

Alle Gefäße sind frei auf der Scheibe aus Limogesporzellan gedreht, werden bei ca. 1300°C oxidierend gebrannt und sind allenfalls innen glasiert, die trockene pure Glätte der Oberflächen ist von großem taktilen und optischen Reiz.

Fotos

Frank Behrend (Detail), Sebastian Ahlers (Lichtlein u. Teller)
Die Nutzungsrechte liegen bei Anke Schulz.

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